Randlocher
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Watch Dogs 2 – Aufgespielt, aber spaßig

Im Zuge der E3 und der Vorschau zu Watch Dogs Legion, habe ich kürzlich Watch Dogs 2 in die Finger genommen und es endlich durchgespielt. Neben der für mich nervigen Charaktere, hatte ich eine Menge Spaß als Einzelspieler.

Mit Watch Dogs Legion erscheint nächstes Jahr ein neuer Watch Dogs Titel und für mich macht Watch Dogs Legion schon jetzt alles richtig, was mir an Watch Dogs 2 nicht gefallen hat: Die Charaktere. Da man jeden NPC spielen kann, wird man nicht mehr dazu gezwungen, einen aufgespielten Charakter zu spielen. Genau richtig für mich. Für mich ist das der größte Kritikpunkt an Watch Dogs 2 und da wir den jetzt abgearbeitet haben, folgen nun ein paar Dinge die mir wirklich gut gefallen haben.

Die Story. Die Story ist nicht besonders, macht aber Spaß. Vor allem weil man sich zum Teil wie ein Hacker vorkommt. In einem Spiel in dem es ums Hacking und ziemlich aktuelle Themen in der realen Welt geht, ist das wichtig. Es handelt darum, dass ein großer Konzern mit der Vernetzung von alles und jedem, große Macht über alles und jeden hat. Unsere Aufgabe ist es, diese Macht zu minimieren und den Konzern zu „zerstören“.

Dabei nutzen wir tools wie ferngesteuerte Roboter oder Drohnen. Mit Hilfe unseres Smartphons und der Hacking-App haben wir Zugang zu jeden Benutzer, zumindest ein wenig. Wir können Smartphones manipulieren, Chat-Protokolle lesen und Gespräche mithören. Zumindest häufig. Außerdem erhalten wir Informationen zur aktuellen Stimmung, dem Einkommen und der Arbeitsstelle. Mehr nicht, aber das reicht für den Anfang. Hier hätte man sicherlich mehr machen können, aber irgendwo muss man ja auch zukünftige Teile rechtfertigen.

Während wir damit beschäftigt sind den Konzern zu vernichten, sammeln wir statt Erfahrungspunkte Follower. Diese nutzt unsere Gruppe (Deadsec) bzw. wir dann um Fähigkeiten freizuschalten. Das wird damit erklärt, dass uns jeder Follower etwas Rechenleistung zur Verfügung stellt und wir so stärker werden. Mehr bringen uns diese Follower aber nicht.

Die Spielwelt ist wirklich schön und auch detailreich gestaltet. Sie kann sich nicht mit einem Red Dead Redemption 2 messen, aber ist wirklich gut gefüllt und wenn man sich die Zeit dafür nimmt auf Kleinigkeiten zu achten, fallen einem viele Dinge auf. So etwas mag ich und Ubisoft geht da inzwischen in allen Spielen in die richtige Richtung. Interaktionen in der Spielwelt gibt es grundsätzlich keine. Man kann mal Ampeln, Gasleitungen und auch Autos hacken. Wenn man möchte kann man sich auch neu bekleiden. Hier gibt es genug Auswahl, auch wenn die meisten Sachen nicht so gut aussehen. Das ist aber Geschmackssache.

Insgesamt hatte ich mit Watch Dogs 2 viel Spaß. Es gab eine Menge zutun, jede Nebenaufgabe hatte ihre eigene Geschichte und für die Leute die gerne sammeln, gibt es auch eine Menge (typisch Ubisoft eben). Wer Watch Dogs 2 noch nicht in seiner Liste hat und auf solche Spiele steht, kann gerne zugreifen – vor allem weil das Spiel inzwischen schon älter und es überall günstig zu haben ist. Zum Spielen wird ein Konto bei Uplay benötigt.