Randlocher
Warhammer 40k Inquisitor Martyr Screenshot 6

Warhammer 40k Inquisitor Martyr Alpha gespielt und Fazit dazu

Ich habe gestern die Alpha zu Warhammer 40k Inquisitor Martyr für nur eine Stunde gespielt und muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht bin und eigentlich nur hoffe, dass Neocore Games noch nachbessern wird.

Das fand schon beim Starten der Alpha an. Alles hat irgendwie etwas länger gedauert: Trotz SSD und 1700 Euro PC. Zum Teil wurden Buttons erst verspätet oder gar nicht eingeblendet, auch Einstellungen wurden nicht direkt übernommen und das alles erst im Hauptmenü. Danach habe ich mir einen von zwei verfügbaren Charakteren ausgewählt. Aktuell gibt es den Crusader, der mehr eine Art „Tank“-Klasse und die Assassine die mehr für den Schaden da ist. Beide Charaktere haben drei Unterklassen, wenn man so will. Jeweils immer eine Nahkampfklasse und zwei Fernkampfklassen. Ich habe mich für die Assassine mit Scharfschützengewehr entschieden und mich direkt ins Getümmel gestürzt. Das Spiel an sich habe ich auf höchsten Grafikeinstellungen spielen können, aber auf verschiedenen getestet. Mehr dazu aber gleich.

Nach der Charakterauswahl landet man auf seinem Raumschiff und wird dort erst einmal mit Informationen bombardiert. Das erste Infofenster sagt mir, dass es keinen Storymodus gibt und auch sonst alles noch ziemlich in der Testphase ist. Das stimmt auch alles, leider. Auf diesem Raumschiff gibt es für uns nur einen Raum, wenn wir in Richtung Wände gehen und die Kamera drehen, können wir ins Leere schauen. In diesem Raum stehen zum aktuellem Zeitpunkt 3 andere NPCs. Jemanden zum handeln, zum Aufwerten von Artefakten und jemanden zum Craften. Letzteres habe ich in meiner Stunde nicht getestet.

Ich bewegte mich zur Galaxiekarte und merkte direkt, die Kamera bewegt sich nicht direkt mit, sondern läuft ein bisschen nach. Das ist insgesamt etwas ungewohnt und fühlt sich nicht gut an. Ich weiß nicht wieso, aber das hat mir auf Anhieb überhaupt nicht gefallen, weil sich alles irgendwie schwammiger anfühlt. Wie dem auch sei, nach dem ich auf den Tisch für die Karte geklickt hatte, öffnete sich diese auch. Jeder einzelne Klick auf der schicken Karte verwandelt den Screen in einen Ladebildschirm. Das kann man sicherlich besser lösen. Also jeder klickt löst einen Ladebildschirm aus. Wenn wir auf ein Sonnensystem klicken: Ladebildschirm. Klicken wir dann auf einen Planeten: Ladebildschirm. Klicken wir dann auf eine Mission: Ladebildschirm. Ich habe mich für eine (laut Beschreibung) leichte Mission entschieden und durfte danach erst eine Runde warten.

Dann war ich auf einem Raumschiff, wahrscheinlich ein gekapertes Schiff der Space Marine – die wir im übrigen spielen. Das sieht insgesamt ziemlich stimmig aus, zumindest bist zu dem Punkt, wo ich mich bewege. Alles wirkt so weich und schwammig. Kurz darauf bin ich auf die ersten Gegner gestoßen, die ich laut Missionslog auch alle beseitigen musste. Dazu kommen dann noch Warpportale, die ich ebenfalls beseitigen soll. Die Kämpfe an sich machten schon Spaß, auch wenn alles ein wenig ungewohnt ist. Manche Fähigkeiten lassen sich mit gedrückter Taste auf spezielle Körperteile fixieren. An sich ein cooles Features, doch ziemlich nervig, wenn Horden an Feinden vor mir her dackeln und genau das war der Fall. Während ich die Taste gedrückt hielt, wurde ich überrannt und bin direkt zu Boden gefallen. Nun hatte ich nur noch zwei Leben für diese Mission. Ja, es gibt Begrenzungen.

Insgesamt aber haben mir die Kämpfe gefallen, weil sie sich etwas schwerer und tragischer angefühlt haben. Ich musste öfter zurückgehen und Deckung suchen (die man per Leertaste verwenden kann; die aber auch nach ein paar Schüssen kaputt geht). Insgesamt war das alles sehr taktisch, da ich nicht einfach so hereinlaufen konnte. Das hatte ich am Anfang andauernd gemacht und bin damit ziemlich häufig auf mein Gesäß gefallen. Für mich persönlich haben aber genau diese Dinge das Spiel kaputt gemacht, zumindest kommt es mir so vor. Nach einer Stunde hatte ich einfach keine Lust mehr, weil es mich genervt hat.

Zur Technik kann ich nur sagen, dass sie ziemlich schlecht läuft und zum Teil auch ziemlich schlecht ausschaut. Wenn man näher heranzoomt sieht man die matschigen Texturen und auch die Taschenlampe dich ich noch so super fand, war eher sinnlos, weil es kaum bis keine dunkle Räume gab in denen ich sie brauchen könnte. Also völlig Banane Zeit dafür zu investieren, eine Taschenlampe einzubauen, die man zum Großteil gar nicht benötigt – die aber immer leuchtet!

Alles andere lief auch nur so semi gut. Feinde lassen keine Gegenstände fallen und Ausrüstung bekommt man ausschließlich aus Kisten, die es vielleicht 5 mal auf einer Karte zu sehen gibt. Öffnet man diese, funktioniert das Aufheben nicht einmal richtig. Die Gegenstände werden dann zum Teil gesammelt, bleiben aber zum Teil auch für eine unbestimmte Zeit dort liegen…

Fazit

Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Spiel sehr schwer und bietet auch noch keine „Open-World“, die auf der Seite versprochen wird. Demnach kann ich eigentlich nur von einem Kauf abraten und das Spiel zum aktuellen Zeitpunkt nicht empfehlen – vor allem wenn sich jemand ein Paket kauft, nur um die Alpha spielen zu können. Das Spiel spielt sich insgesamt sehr schwerfällig und macht auch nur für ne Stunde Spaß, weil es was Neues ist. Hat man sich an alles gewöhnt, fragt man sich, warum die Entwickler einen anderen Weg eingeschlagen sind und nicht den alten beibehalten und verbessert haben. Es geht hierbei vor allem um die Steuerung, Kameraführung, den Schwierigkeitsgrad und insgesamt das „Feeling“. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig für ein ARPG/Hack & Slay. Das Spiel spielt sich einfacher sehr träge und es fühlt sich nicht gut an.

Insgesamt bin ich sehr enttäuscht und sehr unzufrieden mit dem Spiel. Ich bin aber trotzdem gespannt darauf, wie sich das Spiel noch entwickeln und hoffe einfach nur, dass sich das Ganze noch verbessern wird. Habt ihr die Alpha schon spielen können? Wenn ja, wie hat sie euch gefallen?

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