Randlocher
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Pagan Online – Wenig Hirnzellen und hoher Schwierigkeitsgrad.

Über das lange Wochenende hinweg, habe ich mir Pagan Online angeschaut (bis zum ersten Endboss) und ich hatte eine Menge Spaß. Trotzdem gefallen mir einige Dinge überhaupt nicht und ich hoffe das sich diese Dinge in Zukunft bessern werden, sonst ist es für mich unspielbar.

Vorab: Ich bin ein Einzelspieler und meine Fazite basieren häufig auf den Erfahrungen eines Einzelspielers. Bei Pagan Online gilt das auch.

Fangen wir mit den guten Dingen an: Die Charakterklassen sind alle unterschiedlich und machen unterschiedlich viel Spaß. Die Vertonung ist gelungen und das Aussehen der einzelnen Charaktere geht auch völlig in Ordnung. Die Kämpfe füllen sich wuchtig an und einige Konzepte sind wirklich cool, vor allem das Herstellungmenü ist eine gute Idee, die man gerne in andere Spiele übernehmen darf.

Die Story errinnert ein wenig an Darksiders, denn die Götter sind verschwunden und wir müssen sie wiederfinden. Nichts besonderes. In den ersten Aufgaben wird einem das Spiel gezeigt. Man lernte alle Mechaniken kennen, in dem man nach und nach die Menschen für sein Pantheon (Hub) freischaltet und so mehr Features des Spiels nutzen kann. Dazu zählen die Schmiede, der Fähigkeitenhändler und der Händler. Die anderen sind eher unwichtig, weil sie lediglich die Aufgabenübersicht mit neuen Inhalten bestücken.

In den Aufgaben gibt es leider keine Abwechselung, was mich aber nicht weitergestört hat. Das Herstellungsmenü zieht einen so schnell in den Bann, da macht der Grind und das Monstermetzeln Spaß und fühlt sich sinnvoll an. Mit erledigten Aufgaben und niedergestreckten Monstern füllt sich die Erfahrungsleiste und ist diese gefüllt steigt man in der Stufe auf. Hier kommen wir zum ersten großen Kritikpunkt: Die Fähigkeiten. Davon gibt es nicht viele und Builds bauen kann man so auch knicken. Hier wurde aber schon seitens Entwickler angedeutet, dass sich da noch etwas tun wird. Noch ist es aber nicht so, also ist negativ.

Des weiteren sammelt man keine Ausrüstung, lediglich Gegenstände die man auf Felder im Inventar packt. Das Aussehen wird ausschließlich mittels Skins verändert. Gefällt mir persönlich überhaupt nicht, weil ich gerne meine Fortschritt am Charakter ablese. Diese Skins lassen sich mit der Ingame-Währung kaufen – die es aktuell noch nicht für Echtgeld zu kaufen gibt. Hier gehe ich aber davon aus, dass man die Helden und auch die Skins irgendwann kaufen kann (was auch in Ordnung wäre).

Während man spielt sammelt man Heldensplitter mit denen man sich die Heldenskins freischalten kann. Außerdem kann man während man spielt alle anderen Helden freischalten (zu Beginn kann man zwischen 3 Helden wählen). Das ist für mich auch in Ordnung, vor allem weil man so direkt ein Ziel hat. In der Rangliste (für die man meistens spielt, sofern sich keine anderen Ziele setzt) zählt der Heldenrang. Dieser wird von allen Charakteren geteilt. Noch mehr Motivation das Spiel zu spielen. Perfekt.

Was gefällt mir denn jetzt überhaupt nicht? Der Schwierigkeitsgrad. Es gibt erst einmal wieder nur 3 und der erste Schwierigkeitsgrad ist für einen Einzelspieler (vor allem gegen Bosse) einfach zu schwer. Man muss gefühlte 500.000 Male auf den Boss einschlagen bis man ihn dann geplättet hat. Es ist auch völlig egal ob man in der Stufe höher ist, als der Boss. Das macht mir persönlich keinen Spaß und frustriert zum Teil auch, weil andere die zusammenspielen einfach mehr Schaden austeilen und das Spiel weiterspielen können. Ich müsste jetzt wahrscheinlich 20 Stufen grinden und mit etwas Glück gute Ausrüstung finden, um ihn zu erledigen. Das macht mir aber keinen Spaß. Andere Spiele bekommen das besser hin. Vor allem Diablo, was von den Fans so kritisiert wird – obwohl es eigentlich nichts falsch gemacht hat (außer dem Auktionshaus). Dort fehlt lediglich der Content. Die Mechaniken sind top – warum kann man sich dort nicht orientieren und muss immer versuchen das Rad neu zu erfinden? Verstehe ich nicht.

Ansonsten gefällt mir die Steuerung überhaupt nicht. Man hat auf eine Klick-Steuerung verzichtet und spielt den Chararkter mit den WASD-Tasten. Ich meine das Victor Vran das auch so handhabt. Allerdings bewegt sich der Charakter nicht so stumpf auf der Stelle, wie es hier der Fall ist. Die Bewegungen mit den Tasten wirken unsauber und auch sonst ist man lange nicht so präzise, wie mit der Maus. Dafür kann man rückwärts gehen.

Pagan Online – Gameplay Teaser Trailer

Alles in Allem hat mir das Spiel aber Spaß gemacht, für Einzelspieler würde ich es im aktuellen Zustand jedoch nicht empfehlen. Den Wiederspielwert zu Release stufe ich persönlich aber hoch ein. Also abwarten und später kaufen. Oder jetzt kaufen, sich herumärgern und die Entwickler unterstützen. Pagan Online ist am 18. April 2019 in den Eary-Access gewandert. Wann das Spiel veröffentlich wird, steht noch nicht fest. Updates gibt es aber regelmäßig.