Randlocher
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Ghost Recon Breakpoint: Die Wiederholungen und der schleichende Spaß

Ich durfte vor kurzem an der Beta von Ghost Recon Breakpoint teilnehmen. In diesem Beitrag möchte ich meine Eindrücke und vor allem mein Fazit ausdrücken.

Die Story in Ghost Recon Breakpoint sagt mir zum ersten Mal wieder zu. Man stürzt mit seinem Hubschrauber auf einer Insel ab, bei der ein Technologie Konzern mit seinen Spielereien glänzt und die Gruppe „Die Wolves“ mit dem Konzern in der Hand, für Chaos auf der Insel sorgt. Die Gruppe wird von einem altem Bekannten geführt, welcher wirklich eine gute Rolle als Bösewicht macht.

Man selbst erhält in den ersten Minuten des Spiels gleich den Eindruck, dass man alleine ist und das fühlt sich auch verdammt gut an. Keine lästigen NPC-Kameraden, keine lästigen HUD-Elemente (die sich mit einem Klick wieder einschalten lassen) und schönes Überleben-Feeling.

Eine Neuerung sind die Klassen, der Fähigkeitenbaum (der für jede Klasse gleich ist) und das Loot-System in Form von Ausrüstung und Waffen – ähnlich wie in The Division bzw. Assassin’s Creed.

Das Loot-System wird von vielen Spielern geächtet, da es sich nicht richtig anfühlt. Lief man vorher mit einem fettem Gewehr herum, läuft man im anderen Moment nur noch mit einer Pistole durch die Gegend, weil die eben stärker ist. Auch die Kleidung ist da unrealistisch, erst ein schwerer Helm und dann eine Strickmütze, weil sie eben besser ist. Da wird man allerdings nicht viel gegen tun können – was mich persönlich auch nicht stört, da mich solche Änderungen ansprechen und es mir immer Spaß macht, neuen und besseren Krempel zu finden.

Dazu kann man die gefundenen Kleidungsstücke jederzeit (optisch) tauschen und so seinen Spezialagenten zusammenstellen. Das hat mir ebenfalls viel Spaß gemacht. Der einzige Haken sind die wenig gut aussehenden Gesichter und der weibliche Körperbau, der für fliegende Taschen sorgt – weil sie vom Körper abstehen (nicht immer).

In der Beta gab es auch einige Bugs: Man konnt einfach nichts mehr machen, fiel in Gruben aus denen man nicht mehr herauskam und auch die Gegner-KI war wieder ziemlich dumm, sodass man sich in eine Ecke legte und sie nach und nach erledigen konnte. Das geht sicherlich besser.

Die Spielwelt ist Ubisoft typisch schön und riesig. Gefüllt mit zahlreichen Nebenmissionen, die sich allesamt langweilig spielen. Hier darf man echt nicht viel erwarten, aber das gilt für aktuell jedes Ubisoft Spiel.

Eine weitere Neuerung sollte das „Überleben“ darstellen. Ganz ehrlich? Davon findet man nicht viel im Spiel. Gelegentlich muss man einen Schluck Wasser trinken, um die Ausdauerleiste zu füllen. Mehr Überleben gibt es nicht. Die Zeltplätze dienen als Schnellreisepunkt und die dort möglichen Aktivitäten dienen als Schnellmenü für kleine Boni. Nichts besonderes.

Hat mich das jetzt alles gestört? Ja, auf jeden Fall. Werde ich das Spiel trotzdem zu Release spielen? Wahrscheinlich. Mir hat es trotzdem viel Spaß gemacht, einen Grund kann ich gar nicht nennen. Es hat sich gut angefühlt, die Animationen waren relativ weich und man hat sich wie ein träger Soldat in einem Dschungel gefühlt. Hat mir gut gefallen.

Kann ich dir das Spiel empfehlen, selbst wenn du Ghost Recon-Fan bist? Leider nein. Das Spiel macht viel Neues, aber wenig Altes. Wer auf eine Einzelspieler-Erfahrung im Stile von Division 2 wartet, der kann sich das Spiel gerne kaufen. Alle anderen werden höchstwahrscheinlich enttäuscht.

Ghost Recon Breackpoint wird am Oktober 2019 von Ubisoft veröffentlicht. Solltest du Uplay+ besitzen, kannst du das Spiel auch ohne Kauf spielen. Wirklich eine coole Sache diese Abo-Modelle.