Randlocher
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Kategorisiert mit: Fazit

Battlefield 5 und die fehlende Progression

Erst kürzlich hat die Gamestar einen Beitrag zur Progression in Battlefield 5 verfasst und ich bin wirklich froh dadrüber. Einfach weil es genau der Knackpunkt ist, der mir in Battlefield 5 zu wenig kommt. Interessant sind dort vor allem die Kommentare unter dem Beitrag. So viel negative Stimmung gibt es nur in den Kommentaren von Facebook.

Battlefield 5 ist ein ziemlich gutes und inzwischen rundes Spiel. Die Karten werden immer besser, das Matchmaking geht so und die Kulisse (inkl. Sound) sind der Hammer. Wäre da nicht die fehlende Progression, die in einem Spiel wo das eigene Spielerleben nichts wert ist, motiviert. In den Kommentaren wurde darüber diskutiert, dass es so etwas früher nicht gegeben hat und man sich nicht so anstellen soll. Schliesslich funktionieren ARMA und Co. auch ohne Progression.

Für mich sind das Worte, die nicht wirklich zu den aktuellen Battlefield-Spielen passen. Battlefield war mal recht taktisch und außerdem hat man es viel mit Freunden gespielt, einfach weil es nichts anderes in dem Bereich gab und es ungeheuer viel Spass bereitet hat. Den Vergleich mit ARMA und anderen Simulationen finde ich falsch, einfach weil Battlefield für die Masse und mehr in Richtung Arcade geht. Für mich ein kurzweiliges Spiel, bei dem ich zumindest jede Runde die ich spiele und vor allem mit meinem Team gewinne, belohnt werden möchte. Call of Duty hat das immer recht gut gemacht. Man hat die Maximalstufe erreicht und konnte dann in den Prestige wechseln. Dort wurden dann alle Punkte und Freischaltungen zurückgesetzt und man konnte mit einer Wunschwaffe losstarten. Dazu gab es dann ein schickes Emblem, dass man der restlichen Spielerschaft präsentieren konnte. Auch hier macht man immer das Gleiche und das Spielerleben ist nichts wert. Trotzdem ist es motivierender immer das Gleiche zutun, einfach weil man immer irgendwie belohnt wird.

In Battlefield schaltet man einmal seine bevorzugte Waffe frei und das wars. Die Klamotten für den Charakter sehen grösstenteils alle gleich aus, mit Ausnahme der Klamotten für Echtgeld. Hier bekommen die Frauen auch Haare spendiert. Zu der freigeschaltenen Waffe: Meistens ist es sogar so, dass man gar nicht mehr wechselt, einfach weil man sich an die erste Waffe gewöhnt. Herumexperimentieren wird hier auch nicht belohnt und Perks wie „Schnellziehen“ oder ähnlich, gibt es hier auch nicht.

Was ich mir für ein neues Battlefield wünsche? Entweder taktische Tiefe oder mehr Inhalt zum Freischalten. Das war oder ist bei Spielautomaten auch nicht anders. Man hat sich stolz in die Rangliste eingetragen und wollte jede Runde weiter nach oben. Einfach weil man es allen zeigen wollte, wie gut man ist. In Battlefield ist das Runden- und Kartenweise, irgendwie immer unterschiedlich, weil man willkürlich mit starken und schachen Gegenspieler zusammengeschmissen wird.

Und kann mir bitte jemand sagen, wer auf die Idee gekommen ist, eine Karte wie Fjell einzubauen? Das habe ich bis heute nicht verstanden. Hier laufen alle Teams im Kreis. Immer wenn ich diese Karte spielte, war ich so frustriert, dass ich danach keine Lust mehr auf das Spiel hatte. Meiner Frau geht es übrigens genauso! Um aber auch etwas Positives zu nennen: Die neuen Karten sind überraschend gut geworden. Da gibt es zum Teil befüllte Häuser und auch das Zusammenspiel mit dem Squad hat bei mir noch nie besser geklappt, als auf der Karte Mercury. Sehr gut und weiter so!